Urlaubstraum für Weinliebhaber

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„Beim Wein kommen d‘Leut zam!“ sagt man in hier, denn kaum eine Region in Österreich ist von Weinreben so geprägt wie Niederösterreich. Mit Wachau DAC, Kremstal DAC, Kamptal DAC, Traisental DAC, Wagram, Weinviertel DAC, Thermenregion und Carnuntum DAC findet man in diesem Bundesland acht verschiedene Weinbaugebiete, davon sechs mit der gebietstypischen Qualitätsbezeichnung DAC (Districtus Austriae Controllatus).

Genauso abwechslungsreich wie die Weinregionen in Niederösterreich sind die hier gekelterten Tropfen. Ob Weißweine wie Riesling, Welschriesling, Müller-Thurgau, Weißburgunder, Chardonnay oder der rare Rote Veltliner und Rotweine wie der Blaue Zweigelt, Blauer Portugieser, Blauburger und St. Laurent, hier findet jeder einen Wein nach seinem Geschmack. Im Mittelpunkt steht aber sicherlich der Grüne Veltliner, die Weißweinrebsorte, die in ganz Niederösterreich geschätzt wird.

Darfs ein ‘Pfefferl‘ sein?

Dabei steht das Weinviertel mit etwa 49 % der Rebfläche als größtes der Weinbaugebiete Niederösterreichs wie kaum ein zweites für die Rebsorte Grüner Veltliner. Immerhin steht Weinviertel DAC für diese Rebsorte und darf nach dem 1. Januar des Jahres nach der Lese in den Verkauf gehen. Weinviertel DAC steht für einen frischen Weißwein zwischen 12 und 13 % Alkohol und bringt am Gaumen eine deutliche Note von weißem und grünen, bei kraftvolleren Typen auch schwarzer Pfeffer, weshalb der Grüne Veltliner hier auch liebevoll ‚Pfefferl‘ genannt wird.

Viele der Winzerbetriebe im Weinviertel sind familiengeführt. So bringt jeder Winzer seine eigene Handschrift in den Wein ein. Man erhält eine wunderbare Vielfalt an Weinen, die neben den Pfeffernoten Fruchtaromen von gelben und grünen Äpfeln, Birnen und Quitten, Grapefruit und Zitrus in Nase und an den Gaumen der Weinfreunde transportieren. Leichte Kräuter- und oftmals auch Tabaknoten runden die Weine mit der Bezeichnung Weinviertel DAC ab.

Neben dem Weinviertel DAC ist seit 2010 auch der Weinviertel DAC Reserve als Qualitätsbezeichnung im Gebrauch. Dieser darf erst nach dem 15. März im Folgejahr der Ernte in den Verkauf gebracht werden, ist trocken ausgebaut und muss mindestens 13 Volumenprozent Alkohol aufweisen. Beim Ausbau dürfen die Winzer für den DAC Reserve Holzfässer nutzen. Wobei die Holznoten den Wein nie beherrschen dürfen, denn man will weiterhin ein typisches ‘Pfefferl‘ im Glas haben.

Weltweit geschätzt

Aber nicht nur im Weinviertel spielt der Grüne Veltliner eine große Rolle und so kann man mit Fug und Recht behaupten, dass der Grüne Veltliner die Leitrebsorte in Niederösterreich ist. Längst haben dies auch Weinliebhaber auf der ganzen Welt entdeckt und so finden große Weine dieser Rebsorte weltweit Beachtung und den Weg in die Weinkeller von Sammlern. Auch in den Clubs der Welt transportiert Grüner Veltliner weltweit das niederösterreichische Lebensgefühl von Leichtigkeit, Genuss- und Lebensfreunde, so bei Veranstaltungen wie ‚Gruner goes Underground‘.

Weine selbst entdecken

Doch was gibt es Schöneres als die Weine direkt beim Winzer zu entdecken. Auf zahlreichen Wanderwegen und in einem wunderbar ausgebauten Radwegenetz kann man entlang der Donau, in den Flusstälern wie dem Kamptal, dem Kremstal und dem Traisental oder auch auf ca. 2.000 km Radwegen des Weinviertels die Regionen zu entdecken.

Eines der schönsten Flusstäler Europas ist sicherlich die Wachau. Dieses wunderschöne Durchbruchtal zwischen Stift Melk und Krems bietet auf etwa 30 km Flusslänge zahlreiche Kulturschätze, eine wunderbare, abwechslungsreiche Natur, tolle Gastronomie und neben dem Wein natürlich Marillen. Ob auf dem Donauradweg oder auf dem Welterbesteig, diese Region lässt sich sowohl zu Fuß, mit dem Rad oder dem Kanu vielfach erkunden.

Wanderung durch die Weingärten und die Wälder entlang des Kamp lassen den Gast das Kamptal entdecken. Mit dem Loisium findet man hier eine Weinerlebniswelt, die unterhaltsam einen Einblick in die Welt des Weines öffnet. Im Fassbindermuseum in Strass kann man das alte Wein-Handwerk hautnah erleben. Einen der schönsten Überblicke über die Weingärten der Region hat man von der Kamptalwarte am Heiligenstein.

Auch das Traisental blickt auf eine Jahrhunderte alte Weintradition, die man am besten auf einer Radtour entlang der Traisen erkunden kann. Das Augustiner-Chorherren-Stift in Herzogenburg gehört dabei zum Pflichtprogramm. Auf den Spuren der Römer kann man sich im Carnuntum bewegen. Über 2.000 Steindenkmälern aus der Römerzeit findet man im Carnuntum. Die Region gehört damit zu den reichhaltigsten Fundplätzen im Norden des ehemaligen Römischen Reiches.

Auch Kremstal, Wagram und die Thermenregion sind einen ausführlichen Besuch wert. Eine Vielfältigkeit, die auf relativ kleiner Fläche nicht oft zu finden ist und sich in der Vielfältigkeit der Weine widerspiegelt. Eine Reise in die Historie einer geschichtsträchtigen Region mit einer wunderbaren Natur und einzigartigen Genusswelt.

Als Belohnung locken nach Wanderung oder Radtour eine Vielzahl von Heurigen, wo man sich kulinarisch verwöhnen lassen kann. Zahlreiche Weingüter haben fixe Besuchszeiten, während deren man sich über den Weinbau informieren kann, die Keller öffnen sich und die Weine sind zum Verkosten geöffnet. Und nicht vergessen: „Beim Wein kommen d‘Leut zam!“

www.niederoesterreich.at

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