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Die Kunst des Saunierens

Die Saunameisterin des Travel Charme Fürstenhaus am Achensee - Frau Michaela Stromsikova - hat uns einige Tipps verraten.

Wenn die Kälte kommt, zieht es viele in die kuschelige Wärme. Nahezu jedes Hotel bietet seinen Gästen dafür eine Sauna, von der kleinsten Schwitzkammer für zwei Personen bis hin zu ganzen Saunadörfern. Finnische Sauna, Kräuter-Sauna, Tiroler Schwitzstube, Bio-Sauna, Aufgüsse, Tauchbecken und Eisbrunnen. Das richtige Saunieren hat sich zu einer wahren Kunst entwickelt, die in ihren Ausprägungen für den Anfänger oftmals schwer zu verstehen ist. Wie mache ich den Saunabesuch individuell für mich zu einem vollkommenen und nachhaltig erholsamen Erlebnis? Michaela Stromsikova, erfahrene Saunameisterin im Travel Charme Fürstenhaus am Achensee, erklärt im Interview, worauf es beim Saunieren ankommt und wie jeder auf seine Weise von einem Sauna-Besuch am meisten profitiert.

HOTELmagazin: Die Sauna gehört zur Standardausstattung eines jeden Wellnesshotels. Meist sind es sogar verschiedene Räumlichkeiten von Temperaturen zwischen 50 bis 95 Grad Celsius. Wie weiß ich als Anfänger- oder Gelegenheitssaunist, wie ich das Angebot nutzen kann, sodass ich für mich und meinen Körper das ideale Wohlgefühl erziele?

Michaela Stromsikova: Insbesondere Neulinge sollten sich ausreichend viel Zeit für den Saunaaufenthalt nehmen und die Saunaregeln lesen, um sich mit den jeweiligen Bedingungen vertraut zu machen. Für Anfänger würde ich immer eine milde Sauna, zum Beispiel eine Kräuter- oder Biosauna, empfehlen. Ganz wichtig ist es dabei den Trinkplan einzuhalten. Die ausgeschwitzte Flüssigkeit sollte sofort in gleicher Menge ersetzt werden. Und bitte keinen falschen Ehrgeiz entwickeln. Entscheidend beim Saunieren ist ganz allein das persönliche Wohlbefinden. Wir beraten in unserem Spa-Bereich gerne individuell, um auf eventuelle Besonderheiten hinzuweisen. Ganz wichtig ist auch, dass der Gast sich nach dem Saunagang Zeit nimmt um zu Ruhen. Diese Phase sollte mindestens so lang sein wie der Saunagang, damit sich der Körper gut regenerieren kann. Dabei unbedingt darauf achten, dass der Körper nicht auskühlt. Die Travel Charme Hotels & Resorts haben hierfür eigens ein Saunatuch entwickelt mit Umschlägen für die Füße und einer verschließbaren Tasche für Wertsachen. Aber auch ein Bademantel oder eine Decke leisten hier gute Dienste. Je höher die Sitzbank in der Sauna ist, desto höher ist übrigens auch die Temperatur. Grundsätzlich ist es effektiver, kurz aber heftig auf den oberen Bänken zu schwitzen. Allerdings muss man sich dabei immer wohlfühlen.

HOTELmagazin: Welche Rolle spielen Aufgüsse beim Saunagang?

Michaela Stromsikova: Bei einem Aufguss wird die Mischung aus Wasser und den gewünschten Saunadüften mit einer speziellen Saunakelle gleichmäßig auf die heißen Steine des Saunaofens gegossen. Die Luftfeuchtigkeit in der Kabine steigert sich langsam von circa zehn auf bis zu 40 Prozent. Dann beginnt das sogenannte Fächeln oder Wedeln. Der Saunameister verwirbelt dabei sowohl den Dampf als auch den Duft der ätherischen Zusätze im Raum und schichtet dabei die angereicherte Luft in der Sauna um. Die jetzt feuchtere Saunaluft empfinden wir als heißer, was das Schwitzen intensiviert. Durch die Nutzung von Düften wird das Saunieren deutlich verträglicher. Minze, Tannennadel, Mandarine, Orange oder Eukalyptus beispielsweise sind sehr beliebte Aromen.  

HOTELmagazin: Der Saunagang wird leicht auf das Schwitzen reduziert. Welche Rolle spielen die anderen Sinne?

Michaela Stromsikova: Bestimmte Düfte sorgen für gute Laune, erfrischen und stimulieren die Sinne. Manche Kräutermischungen können aber auch beruhigen und zur Entspannung während des Saunagangs beitragen. In der Regel ist in der Sauna außerdem Ruhe gewünscht, was zusätzlich entspannt. Nicht weniger wichtig ist das visuelle Umfeld. Viele Gäste empfinden eine abgedunkelte Sauna als angenehm und das Dämmerlicht als beruhigend. Außerdem wirkt ein dunklerer Raum privater, was speziell Erstbesuchern die gewünschte Intimität gewährleistet. Andere hingegen erleben die Hitze und den geschlossenen Raum lieber in einer luftigen Atmosphäre. Für sie ist der Besuch einer Panoramasauna, wie hier ganz neu im Fürstenhaus ideal. Der direkte Blick über den kristallklaren See auf die gegenüberliegenden Berge gibt ein Gefühl von Weite und Freiheit. 

HOTELmagazin: Wann sollte ich auf einen Saunabesuch eventuell doch verzichten?

Michaela Stromsikova: Wer unter Bluthochdruck, Erkältungen, Entzündungen, Fieber, Epilepsie, Herzproblemen, Lungen- oder Hauterkrankungen leidet, für den ist ein Saunabesuch ungeeignet. Wer sich nicht sicher ist, sollte vor dem ersten Gang in die Sauna seinen Arzt befragen. Bei niedrigem Blutdruck ist es günstiger zu liegen statt zu sitzen. Deshalb bitte darauf achten, die Beine nicht hängen zu lassen. Am Ende dann aufsetzen und kurze Zeit warten, bis der Blutdruck sich stabilisiert hat. Auch in den ersten drei Monaten einer Schwangerschaft ist von einem Saunabesuch abzuraten. Für eine geübte Saunagängerin ist ein Besuch nach dieser Zeit in der Regel kein Problem. Dennoch sollte in jedem Fall zuvor Rücksprache mit dem Arzt gehalten werden. 

HOTELmagazin: Welche Dauer wird dem Gast empfohlen? Wie viele Gänge sollte man machen? Sollte ich mich steigern bei verschiedenen Saunagängen oder mit der höchsten Temperatur starten und dann reduzieren?

Michaela Stromsikova: Die Dauer ist abhängig von der Sauna und der individuellen „Saunakondition“. Bei einer leichteren Sauna würde ich 15 bis 20 Minuten empfehlen, bei einer finnischen Sauna 8 bis 12 Minuten. Wichtig ist dabei immer, gut auf die Signale seines Körpers zu achten. Ein Saunagang reicht vollkommen aus um Entspannung zu schaffen. Klassisches Saunieren impliziert drei Gänge. Sehr fortgeschrittene Saunagänger können auch bis zu fünf Gänge machen. Die Steigerung ist individuell. Meine Empfehlung ist mit einer leichten Sauna anzufangen und dann die Temperatur zu steigern.  

Frau Stromsikova, vielen Dank für das Interview!

 

Das Travel Charme Fürstenhaus Am Achensee in Pertisau liegt direkt am größten See Tirols. Das Vier-Sterne-Superior-Hotel bietet somit beste Aussicht auf die Alpen und den glasklaren Achensee. Dies können Gäste nun auch beim Saunieren genießen.  Die neue Panoramasauna verfügt über eine breite Glasfront, die den Blick über den See und die Tiroler Bergwelt freigibt. Auf rund 18 Quadratmetern haben rund 20 Personen Platz bei 80-85 Grad Celsius zu schwitzen und die Tipps der Saunameisterin zu beherzigen. Über zwei Etagen und 3.000 Quadratmeter erstreckt sich der Premium Spa der Travel Charme Marke PURIA mit einem umfangreichen Angebot: Innen- und Außenpool, Saunalandschaft mit Highlights wie der Panoramasauna, der Tiroler Schwitzstube und Tropical Rain aus sechs Metern Höhe, Entspannungszonen mit offenem Kamin und blütenweißen Himmelbetten, ayurvedische Massagen und eine exklusive Private Suite. 

Info: www.travelcharme.com

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