Hotelmagazin Online

Sports Events Tickets

Mo20082018

Back Aktuelle Seite: Home Rund ums Hotel News rund ums Hotel News Einbrüche nicht nur während des Urlaubes

Einbrüche nicht nur während des Urlaubes

Gerade während des Urlaubes wird zu Hause eingebrochen und die Wohnung oder das Haus ausgeraubt. Mittlerweile ist das aber speziell in der „dunklen“ Jahreszeit gang und gäbe. Nach einer vom Verbraucherportal geld.de in Auftrag gegebenen Studie wird derzeit jede 157. Wohnung ausgeraubt.

Einbruchdiebstähle treffen nicht nur Urlauber sondern mittlerweile fast jedermann. Es sind Zahlen, die erschrecken: Schon jede 157. bewohnte Wohnung wird in Deutschland, Österreich und der Schweiz innerhalb eines Jahres ausgeraubt – zumindest in den Städten mit über 100.000 Einwohnern. In Zürich oder Genf ist es sogar bereits jede 27. Wohnung! In den 93 größten deutschen, österreichischen und Schweizer Städten wurden 2009 in nur zwölf Monaten rund 89.605 Wohnungen aufgebrochen und geplündert. Das sind 7,4 % mehr als 2008.
Das ist das Ergebnis einer umfangreichen viermonatigen Recherche des deutschen Verbraucherportals geld.de. Der jährliche Schaden wird dabei auf 250 Mio. € – im Jahr geschätzt. Der durchschnittliche Schaden je Wohnung liegt etwa bei 2.797 €. Nicht berücksichtigt: der oftmals hohe psychische Schaden bei den Opfern. Denn häufig gehen die Kriminellen brachial und gnadenlos vor. Anschaulich wird das immer wieder in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ungelöst“ dargestellt.

EU-Politik forciert organisiertes Verbrechen

Gründe für die hohe Anzahl aufgebrochener und ausgeraubter Wohnungen gibt es viele, doch am eklatantesten fällt auf, dass wir es längst nicht mehr mit Einzeltätern zu tun haben. Denn: Die Studie zeigt ganz klar, dass die meist wohlhabenden Städte in Mitteleuropa immer mehr von Einbrecherbanden aus Osteuropa regelrecht überfallen und mit Beutezügen überzogen werden. Die Politik schaut mehr oder weniger tatenlos zu, dehnt die EU immer mehr aus und öffnet immer weiter ihre Grenzen - auch entsprechend dem Schengener Abkommen. Grenzkontrollen gibt es immer weniger, obwohl eines klar ist: Die Täter stammen häufig aus Rumänien, Bulgarien, Tschechien, Polen. Viele kommen aber auch aus Nicht-EU-Ländern, wie Georgien, Ex-Jugoslawien und Russland, oder es sind Zigeunerstämme wie die Roma. Diese Tätergruppen hörten die Studienmacher von geld.de immer und immer wieder von Polizeiverantwortlichen. An manchen Tagen fallen die Gangster wie Raubritter über Stadtteile her – wie vor einigen Monaten wieder in Leipzig oder am Heiligen Abend bzw. zu Silvester in Wien. Auch in Hamburg wurde vor kurzem zugelangt: In mehrere Wohnungen, darunter die eines bekannten TV-Moderators, wurde binnen kurzer Zeit eingebrochen. Laut Zeugen soll es sich bei den Tätern um Südländerinnen gehandelt haben.
Vor allem Politiker verweisen gerne darauf, dass „statistisch“ gesehen pro 1000 Bürger die Anzahl von Einbrüchen ja gering sei. Doch selbst wenn man diesen Unfug beiseite lässt und zumindest statt der Bürger die bewohnten Wohnungen hernimmt, wirken die Zahlen nur auf den ersten oberflächlichen Blick wenig verstörend. Zum Beispiel kommen in der deutschen Millionen-Metropole Hamburg auf 1000 bewohnte Wohnungen anscheinend „nur“ 8 Einbrüche. Das klingt nicht nach viel, doch aufs Jahr gerechnet sind es gigantische Zahlen. Alleine in Hamburg kommen so 7.006 ausgeraubte Wohnungen in einer 12-Monats-Frist zusammen. Jede 119. Wohnung von Hamburg-Rissen bis Hamburg-Barmbek ist mittlerweile betroffen. Das ist mehr als in New York (jede 164. Wohnung) oder in Los Angeles (jede 171. Wohnung). Bedenkt man, dass beispielsweise der Anteil an Ausländern in Deutschland bei 8,73% liegt, kommt man nur zu einem Ergebnis: In 37 der 93 größten Städte in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind überproportional häufig Ausländer die Täter. Häufig sind das allerdings Personen, die ihren ständigen Wohnsitz nicht als Gastarbeiter in einem der drei Länder haben, sondern es sind Menschen, die nur zum Rauben in die Länder reisen – teils mit Touristenvisum – und dann über die Länder herfallen.

Modernes Raubrittertum

Längst ist das Ganze nicht mehr eine gesellschaftliche Randerscheinung, ein Kollateralschaden, den der Wohlstand mit sich bringt. Nein: Es steckt ein kriminelles Raubritter-System dahinter, organisiert von hoch professionellen Gangster-Organisationen. In der dunklen Jahreszeit, vor allem in der Dämmerung zwischen 17 und 21 Uhr, schlagen sie gerne zu. In Zeiten wie jetzt also. Sie hebeln Terrassentüren auf, zertrümmern Fenster mit Vorschlaghämmern oder sie schieben kleine Kinder durch gekippte Kellerfenster. Häufig haben sie Messer bei sich, Baseballschläger, Pistolen, Totschläger oder Elektroschocker. Die Männer verstecken ihre Gesichter manchmal hinter schwarzen Skimasken mit dünnen Sehschlitzen, die Frauen kleiden sich nicht selten kontrapunktisch zu ihrer Kriminalität schick: Große Röcke mit Blumenmustern oder elegante weiße Hüte – es sind modische Nebelkerzen dunkler Seelen (circa 22 % der Täter sind mittlerweile Frauen, häufig auch sehr junge).
Eines vereint die Männer und Frauen der Einbrecherbanden: Sie sind rücksichtslos und grausam. Müssten sie wie in den USA oder Südafrika damit rechnen, von Haus-Besitzern bei Einbrüchen rechtlich legitimiert erschossen zu werden, geschieht ihnen in Ländern wie Deutschland, Österreich oder der Schweiz in aller Regel wenig. Finden sich an Häusern in den USA oder Südafrika signalfarbene gelb-rote Schilder wie „Armed Response“ (bewaffnete Antwort), steht an deutschen Häusern allenfalls ein humorvoll gemeintes „Vorsicht bissiger Hausherr“. Doch bei einem Überfall gibt es kein Wuff hierzulande. Die Abschreckung ist gering. Von Gegenwehr raten denn auch deutsche, Schweizer oder österreichische Polizisten ab – durchaus aus gutem Grund. Sind die Täter erst einmal im Haus, führt Gegenwehr oftmals zu noch brutaleren Übergriffen der Gangster. Dennoch ist das Problem vielschichtiger, meint der Hamburger Dipl.-Psychologe Bernd Kielmann:

„Wir befinden uns in einer Phase der weiteren militärischen Abrüstung, selbst die Ausstattung der Soldaten ist häufig nicht mehr auf dem modernsten Stand. Das Gleiche gilt im Hinblick auf den zivilen Schutz der Bevölkerung. Immer stärker werden Polizeieinheiten abgebaut. Parallel hatten wir bis zum Fall der Berliner Mauer 1989 ein kulturelles Niveau erreicht, wo selbst Ganoven gewisse Tabugrenzen nicht überschritten haben. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs 1990 hat sich das in den vergangenen 20 Jahren grundlegend geändert. So haben wir heute wesentlich brutalere patriarchalische Strukturen kennen gelernt. Das liegt vor allem daran, dass, begünstigt durch die Erweiterung der EU und die damit einhergehenden Grenzöffnungen, hunderttausende Menschen aus Ost-Europa nach Mitteleuropa geströmt sind, die letztlich noch wesentlich patriarchalischer und archaischer geprägt sind und damit auch viel brutaler. Sie stoßen auf eine Bevölkerung in Deutschland, Österreich oder der Schweiz, die sich in falscher Sicherheit wiegt. Wollte man ironisch sein, könnte man sagen: So mancher deutsche Mann ist heute eher ein Hauskätzchen als der alte preußische Haudegen. Auch das begünstigt natürlich von außen kommende Kriminalität.“

Bitter: Offiziell dürfen deutsche Polizisten die Täter nicht einmal beim Namen nennen: Dank des jahrzehntelangen Engagements von „Sozialrittern“ werden die „Raubritter-Gangster“ nur vorsichtig hinter vorgehaltener Hand als „Bürger nicht-deutscher Herkunft“ bezeichnet. Das bekam geld.de immer wieder von Polizeidienststellen zu hören. Die Frustration ist entsprechend groß.

Die Studienergebnisse im Detail
Nachfolgend finden Sie auszugsweise Details der geld.de - Studie:

Die unsichersten Städte
Neben der Abfrage der statistischen Ämtern in Deutschland, Österreich und Schweiz (D-A-CH Region) für die umfangreiche Recherche des Verbraucherportals geld.de wurden auch Polizeidienststellen in allen 93 Städten direkt kontaktiert. Zudem wurden zahlreiche Hintergrundgespräche geführt. Dabei kam heraus, was viele deutsche Polizisten offiziell sich gar nicht zu sagen trauen: Die Täter sind zwar oft Deutsche, aber überproportional häufig sind es ausländische Banden – aus Polen, Rumänien, Tschechien, Georgien, Russland oder Bulgarien. Sie fallen mittlerweile über ganze Stadtteile in Mitteleuropa her wie Raubritter.

Schweiz die Einbruchshochburg
Um es vorwegzunehmen: Es gibt nicht immer einen direkten Zusammenhang zwischen hohem durchschnittlichen Jahresbruttoeinkommen in einer Stadt und der Anzahl aufgebrochener Wohnungen. Diese Regel gilt zumindest für Deutschland und Österreich, nicht aber für die kleine Schweiz. Diese ist zu einer der Einbruchshochburgen in ganz Europa geworden. Das ist das Fazit der umfangreichen geld.de-Studie. In Zürich wird mittlerweile jede 27. Wohnung aufgebrochen. Die hohe Einbruchsanzahl klang so unglaublich hoch, dass geld.de sogar dreimal bei der Pressestelle der Stadt- und der Kantonspolizei Zürich anfragte, ob da auch kein statistischer Fehler vorliege. Ähnlich schlimm sieht es in Genf aus (auch hier wird mittlerweile jede 27. Wohnung ausgeraubt) oder den zwei weiteren Schweizer Orten Lugano (jede 54. Wohnung) und Basel (jede 68. Wohnung).

In Deutschland führt der Norden und der Westen
Während in der Schweiz ganz klar die reichen Ballungsgebiete mit hohem durchschnittlichen Brutto-Jahreseinkommen der Bevölkerung Lieblingsziele der Kriminellen sind, zählen die Einbruchshochburgen in Deutschland eindeutig eher zum ärmeren Norden als im reicheren Süden. Dafür aber zumindest eher im wohlhabenderen Westen als im Osten. In Deutschlands nördlichster Weltstadt, Hamburg, wurden innerhalb von nur 365 Tagen jede 119. Wohnung beraubt!  Zum Vergleich: Im nicht gerade armen München wird sogar nur jede 586. bewohnte Wohnung aufgebrochen. Die Münchner Polizei führt die gute Quote auf die hohe Präsenz der circa 6000 Polizeibeamten im Stadtgebiet zurück.

Wien liegt im Spitzenfeld
Etwas besser, aber immer noch mit großem Abstand über dem Durchschnitt, liegt die Einbruchsquote in Österreichs Hauptstadt Wien. Hier wurde in nur einem Jahr jede 80. Wohnung aufgebrochen. Statistisch gesehen ist die Chance Opfer von Wohnungsräubern zu werden, in Wien fast dreimal so hoch wie in Berlin. Unsicher lebt es sich auch in den österreichischen Städten Graz (jede 226. Wohnung) und Linz (jede 232. Wohnung).

Das Ranking der unsichersten Städte in Deutschland, Österreich und Schweiz
Zürich, Genf, Lugano, Basel, Wien, Bremen, Mülheim a.R., Hannover, Bochum, Essen, Bonn, Bottrop, Hamburg, Bremerhaven, Freiburg i.B., Köln, Aachen, Düsseldorf, Dortmund, Oberhausen, Bern, Duisburg, Leipzig, Krefeld, Kiel, Herne, Moers, Magdeburg, Recklinghausen, Saarbrücken, Osnabrück, Frankfurt a.M., Berlin, Oldenburg, Wuppertal, Leverkusen, Lübeck, Bergisch-Gladbach, Mainz, Graz, Mönchengladbach, Linz, Koblenz

Weitere unsichere Städte Europas sind: Beliebt sind ferner: Amsterdam, New York, Prag, Luxemburg, Stockholm, Los Angeles, London, Hongkong, Singapur

Schreckliche Aufklärungsquoten und Aufklärungsarbeit

80% aller Wohnungs-Räuber bleiben unentdeckt. Wer keine Hausrats- / Haushaltsversicherung hat bleibt auf dem entstandenen Schaden sitzen. Die Aufklärungsquoten der Wohnungseinbrüche liegen in Ost-Deutschland am höchsten und in Wien am niedrigsten (nur 4 %). Fast unisono erfuhren die Studien-Macher, dass oft Banden für die Einbrüche verantwortlich sind. Oft stammen diese aus Osteuropa. 2009 waren in der Schweizer Bundeshauptstadt Bern 70% der ermittelten Tatverdächtigen Osteuropäer. „Seit die Schweiz ihre stationären Grenzkontrollen fast eingestellt hat, kommen Banden scharenweise in das Land. Meist mit Vans oder Minibussen. Die spionieren die Objekte eine gewisse Zeit aus, schlagen zu und verschwinden wieder über die unbewachte Grenze“, so die Schweizerin Maya J.
Mit ähnlichen Problemen kämpft die Wiener Polizei: Sie sprengte 2009 einen georgischen Einbrecherring. Allein diese Gruppe soll 30% der Wohnungseinbrüche in der Donaumetropole verübt haben, so das österreichische Bundeskriminalamt.
Ähnlich in der Schweiz: Im Mai 2010 konnte die Polizei im Kanton Genf eine 45-Mann-starke osteuropäische Einbrechergruppe (Georgier, Russen und Tschetschenen) auffliegen lassen. Mehrere Kilo Schmuck und Uhren konnten gesichert werden. Dass die Öffnung der Grenzen nach Osten Anfang 2008 ein „Sicherheitsgewinn“ sei, so der damalige deutsche Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU), ist mittlerweile nachhaltig widerlegt. Der Gipfel ist aber, dass die deutschen Politiker – die durch ihre nahezu grenzenlose Unterstützung eines grenzenlosen Europas maßgeblich dazu beigetragen haben, dass die Einbruchs-Misere heute so ist, wie sie ist - der deutschen Polizei gesetzlich verbietet, die Täter beim Namen zu nennen: „Wir dürfen die Zigeuner nicht ‚Zigeuner‘ nennen, obwohl es Zigeuner sind. Wir dürfen Ausländer nicht Ausländer nennen, sondern nur Bürger nicht-deutscher Herkunft. Das ist die politische Erlasslage“, so ein deutscher Polizei- Pressesprecher.

Tipps zur Einbruchsprävention von der Polizei
1. Schützen Sie Türen und Fenster mit zusätzlichen Sicherungen. Balkontüren und Fenstersollten auch geschlossen werden, wenn man nur kurz das Haus verlässt.
2. Lampen mit Zeitschaltuhren täuschen Ihre Anwesenheit vor und schrecken Einbrecher ab.
3. Briefkasten während des Urlaubs von Nachbarn leeren lassen.
4. Einbruchschutz bietet soziale Kontrolle in der Nachbarschaft. Melden Sie verdächtigePersonen, Fahrzeuge und Beobachtungen der Polizei.
5. Wertsachen nicht offen herumliegen lassen. Wichtige Dokumente und Schmuck in einemSchließfach bei Ihrer Bank deponieren oder im Tresor aufbewahren.
6. Eine Hausrat- / Haushaltsversicherung ist ein Muss. Sie kommt für Schäden nach Einbrüchen auf.

Quelle: geld.de / Studienleiter: Dr. Konstantin Korosides